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Qualitätsmanagement als Berufsfeld: Definition, Aufgaben und Aussichten

Erstellt am 23.01.2018 von Patryk Czechowski in Kategorie(n): Bildungs News

Star Wars Figur checkt die Qualität einer LampeDas Qualitätsmanagement (QM) hat eine lange Erfolgsgeschichte hinter sich. Der Grund dafür ist ganz einfach: Qualitätsmanager verbessern Prozesse und Produkte. Welche Bedeutung Qualität heute hat, zeigen die Sternebewertungen auf Plattformen wie Amazon. Wer als Unternehmen aufgrund von mangelnder Produktqualität zu viele Reklamationen und negative Kundenrezensionen in Kauf nimmt, wird auf Dauer das Kundenvertrauen verlieren. Umso wichtiger sind heute kompetente Personen, die das Thema Qualität im Unternehmen sicherstellen. Doch was steckt alles hinter dem Begriff Qualitätsmanagement? Wie sieht die tägliche Arbeit eines Qualitätsmanagers aus? Und wie wird man überhaupt Qualitätsmanager?

Qualitätsmanagement: Definition

Symbolkette, die Prozessmanagement und Qualitätsmanagement verbindetWas bedeutet es eigentlich, „Qualität zu managen“? Qualitätsmanagement umfasst alle Maßnahmen zur Planung, Steuerung und Optimierung von Prozessen in Unternehmen. Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine bestimmte Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung zu erreichen. Doch wer entscheidet, was Qualität ist?

Umgangssprachlich benutzen wird den Begriff Qualität wertend, d. h. wir sprechen von „guter“ oder „schlechter“ Qualität. Doch darüber, was gut oder schlecht ist, scheiden sich bekanntermaßen die Geister. Jedes Unternehmen wird seine Qualitätsziele an den Kundenwünschen orientieren, die subjektiv und gesellschaftlich variabel sind. Wir können diese Wünsche zwar analysieren, indem wir Kunden befragen oder Kaufverhalten untersuchen, doch sind all diese Aspekte schwer zu messen, weil wir sie immer erst deuten müssen. Wie machen wir Qualität also objektiv messbar?

Der Begriff Qualität hat auch eine andere Seite. Qualitas heißt ursprünglich auf Lateinisch „Beschaffenheit“ und ist zunächst einmal völlig wertfrei. Wenn wir in diesem Sinne danach fragen, welche Qualität oder Beschaffenheit ein Produkt hat, meinen wir bestimmte objektive Merkmale, die es aufweist. Das kann z. B. die Haltbarkeit oder Sicherheit eines Produktes sein. Diese Qualitätskriterien können wir nicht nur objektiv messen, sondern wir können allgemeingültige Qualitätsstandards definieren, an die wir und andere Organisationen sich halten sollen. So ein Standard ist die DIN EN ISO 9001.

Die Ziele des Qualitätsmanagements eines Unternehmens sind abhängig von subjektiven Aspekten wie Kundenwünschen oder eigenen Zielsetzungen eines Unternehmens und objektiven Normenstandards.

DIN EN ISO 9001: Was verbirgt sich dahinter?

Wenn es um die Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems in einem Unternehmen geht, beginnt alles mit der DIN EN ISO 9001. Sie gehört zu einer Reihe von Normen (auch als ISO 9000 ff. bezeichnet) und klärt die Mindestanforderungen an ein QM-System. Die ISO 9001 beruht auf einem prozessorientierten Ansatz, d. h. sie versteht alle Tätigkeiten in einem Unternehmen als Prozesse, die es zu überwachen und optimieren gilt. Dies beinhaltet das Erkennen und Benennen von Prozessen und ihren Wechselwirkungen untereinander. Qualitätsmanagement und Prozessmanagement gehen also Hand in Hand.

Die ISO 9001 ist national und international verbreitet, hat jedoch als Norm für sich keinen Rechtscharakter. Unternehmen lassen sich sozusagen auf freiwilliger Basis gemäß der ISO 9000 ff. von Stellen zertifizieren, die von nationalen Akkreditierungsstellen, wie der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS), zugelassen werden. Dennoch hat sich die Norm durchgesetzt, weshalb die Umsetzung der Forderungen der ISO 9000 ff. heute zu den Hauptaufgaben eines Qualitätsmanagers gehört.

Aufgaben von Qualitätsmanagern

Wie kann man sich den Alltag eines Qualitätsmanagers vorstellen? Hier sind einige Beispiele für typische Tätigkeiten:

  1. Sicherung der Produktqualität
  2. Umsetzung der Anforderungen aus DIN EN ISO 9001
  3. Durchführung interner und externer Audits
  4. Überwachung von Prozessabläufen
  5. Erstellung von Analysen und Reports
  6. Verantwortung für QM-Dokumentation
  7. Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagement-Systems
  8. Durchführung von Mitarbeiter-Schulungen

Drei gute Gründe für den Einstieg in das Qualitätsmanagement

1. Quereinsteiger gesucht

Die Ausbildung im Qualitätsmanagement wird üblicherweise als Weiterbildung absolviert. Unternehmen erwarten lediglich, dass das Qualitätsmanagement als Zusatzqualifikation neben Erfahrungen in einem Bereich, wie den Ingenieurwissenschaften, dem Maschinenbau, IT oder der Gesundheitsbranche, vorhanden ist. So hat fast jeder eine Chance, ins Qualitätsmanagement einzusteigen.

2. Perfekt für Perfektionisten

Wer analytische Fähigkeiten zu seinen Stärken zählt und Dinge gerne verbessert, wird als Qualitätsmanager richtig aufgehen. Das Qualitätsmanagement ist für Menschen geeignet, die Details lieben, sich gerne an Regeln halten und immer einen Plan im Kopf haben. Chaoten werden im Qualitätsmanagement nicht weit kommen, Perfektionisten jedoch umso mehr.

3. Qualitätsmanager zurzeit gefragt

Eine kurze Google-Suche zu Jobs im Qualitätsmanagement spuckt für Januar 2018 deutschlandweit allein auf der Plattform Indeed ca. 6000 Stellenausschreibungen aus. Die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt sieht für Qualitätsmanager sehr gut aus. Kompetente Fachkräfte werden in allen Branchen gesucht.

Wie wird man Qualitätsmanager?

Person mit Anzug blickt durch Lupe

Lupenreine Aussichten für Qualitätsmanager

Es gibt Studiengänge im Bereich Qualitätsmanagement, jedoch ist ein wichtiger Aspekt der Arbeit eines Qualitätsmanagers, dass er Kenntnisse in einem Fachgebiet mitbringt, in dem er das Qualitätsmanagement einsetzen kann. Der populärste Weg für eine Karriere im Qualitätsmanagement ist deshalb der Quereinstieg nach einer Weiterbildung. Viele Personen kommen so zum Qualitätsmanagement, nachdem sie ein Studium oder eine Lehre in einem anderen Fachgebiet abgelegt haben oder Berufserfahrung in einem QM-affinen Bereich mitgebracht haben. Eine Weiterbildung im Bereich Qualitätsmanagement beinhaltet dabei drei Stufen mit einer entsprechenden abschließenden TÜV Prüfung zum Qualitätsbeauftragten, zum Qualitätsmanager und zum Qualitätsauditor.

Unsere Dozenten bringen Erfahrungen aus erster Hand im Qualitätsmanagement mit. So können wir in unseren Kursen sehr viel Anwendungsbezug vermitteln. Wir unterstützen seit 25 Jahren Menschen mit Weiterbildungen auf dem Weg in ihre berufliche Zukunft und kennen die Anforderungen des Arbeitsmarktes. Im Bereich Qualitätsmanagement bieten wir folgende Weiterbildungsmöglichkeiten an, die staatlich gefördert werden:

  • Zertifizierte/-r Qualitätsmanager/-in / TÜV: Unser Kurs bildet Facharbeiter und Akademiker aus den unterschiedlichsten Richtungen umfassend im Qualitätsmanagement aus. Die Bandbreite an Aufgaben im Umgang mit Qualitätsmanagementsystemen und die Methoden und Techniken, die Qualitätsmanagern zur Qualitätssicherung zur Verfügung stehen, werden nah an der Praxis und den Bedürfnissen in Unternehmen erklärt. Unsere Weiterbildung beinhaltet zudem die TÜV Prüfung zum Qualitätsbeauftragten und die TÜV Prüfung zum Qualitätsmanager.
  • Zertifizierte/-r Qualitätsauditor/-in / TÜV: Zertifizierte Qualitätsmanager können unseren Kurs als Zusatzqualifikation abschließen. Mit der wachsenden Nachfrage nach Fachkräften im Qualitätsmanagement steigt auch der Bedarf nach Auditoren, die Qualitätsmanager ausbilden. Unsere Dozenten kommen selbst aus dem Qualitätsmanagement und zeigen Ihnen mit viel Praxisrelevanz, wie Sie als zukünftiger Qualitätsauditor professionell Audits vorbereiten und durchführen.


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