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Impressionen vom Wissensbrunch Design Thinking

Erstellt am 11.05.2017 von Patryk Czechowski in Kategorie(n): Business News

Teaser mit bunten Farben für den Wissensbrunch Design Thinking beim IFM am 27.04.2017

Am 27. April veranstalteten wir an unserem Standort in Berlin-Charlottenburg wie angekündigt einen Wissensbrunch zum Thema „Design Thinking”. Eine ausgewählte Gruppe von Firmenkunden aus unterschiedlichen Unternehmen und Branchen nahm bei einem leckeren Frühstück viele Inhalte auf und konnte selbst in einem Design-Thinking-Prozess Hand anlegen. Als Moderator fungierte Hergen von Huchting, Trainer und Spezialist für Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung. Passend zum Thema begrüßte er die Teilnehmer in einem auffälligen gelb-leuchtenden Hemd und ließ vorahnen, was vom Wissensbrunch zu erwarten war: Heute ging es um Querdenken. Als Schmankerl für Interessenten, die nicht dabei sein konnten, bieten wir am Ende des Blogs das Handout zum Wissensbrunch als Download an.

Überblick

 

Teilnehmerinnen mit Denkhüten beim Wissensbrunch Design Thinking am 27.04.2017 beim IFM

Alles beginnt mit einem Perspektivenwechsel

Moderationskarten zur Vorstellungsrunde beim IFM-Wissensbrunch Design ThinkingDer Wissensbrunch begann mit einer Vorstellungsrunde der einzelnen Teilnehmer. Mithilfe von Moderationskarten stellten sich alle Anwesenden zunächst vor: Wer bin ich? Was mache ich? Was möchte ich vom Wissensbrunch mitnehmen? Wo wäre ich jetzt am liebsten? Im nächsten Schritt beschrieben die Teilnehmer, was sie konkret beruflich machen oder welches Produkt sie verkaufen. Die zentrale Frage hier: Für wen oder was mache ich mir Gedanken? Der Ausgangspunkt des Design Thinking liegt in der Kundenorientierung. Dies beginnt in der Praxis mit dem Versuch, sich das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung aus Sicht des Kunden vorzustellen.

Die Herausforderung jedes Unternehmens besteht darin, den Perspektivenwechsel vom eigenen Selbstbild zu den Wünschen und Erwartungen der Kunden zu schaffen. Design Thinking erfordert ein komplettes Umdenken und Hineinversetzen in die Position anderer, um das eigene Unternehmen neu zu entdecken. Als Devise gilt:

„Wer wirklich Neues erdenken will, kann nicht verrückt genug sein.” (Niels Bohr)

Einführung in das Design Thinking

Fünf Grundprinzipien des Design Thinking

Dozent mit FlipboardNach dem Einstieg in das Thema ging es an die Theorie. Design Thinking kann als Denkweise oder Ansatz verstanden werden, Probleme zu lösen und neue Ideen zu finden. In den Worten unseres Dozenten: „Design Thinking ist vor allem auch eine mentale Einstellung und persönliche Haltung.” Angewendet wird die Methode in Unternehmen bei der Gestaltung von Dienstleistungen. Es werden fünf Prinzipien des Design Thinking unterschieden (mehr Details im Handout):

  1. User-centered  (kundenorientiert)
  2. Co-creative (interdisziplinär)
  3. Sequencing (strukturiert)
  4. Evidencing (nachweisbar)
  5. Holistic (ganzheitlich)

Die ersten beiden Aspekte liegen im Herzen von Design Thinking: Interdisziplinarität (Co-creative) und Kundennähe (User-centered). Ein Team aus unterschiedlichen Köpfen setzt sich zusammen, um Lösungen und Innovationen zu finden. Da unsere Teilnehmer aus verschiedenen beruflichen Richtungen kamen, waren die besten Voraussetzungen für eine Gruppe von Design Thinkern gesetzt. Mit dem Begriff Service Design Thinking wird unterstrichen, dass Kundenorientierung das A und O ist. Eine typische Frage des Service Design wäre: Kann ich einen Tag im Leben meines Kunden beschreiben? Das Ziel ist es schließlich, über solche Zielgruppenanalysen Services zu entwickeln, die Kundenerlebnisse nachhaltig verbessern.

Ablauf eines Design-Thinking-Prozesses

Ablauf eines Design-Thinking-Prozesses in vier iterativen Stufen

Angelehnt an die Arbeit von Designern hat Design Thinking einen klar strukturierten Ablauf (Sequencing). Design Thinking ist ein interpretativer Ansatz, der mit dem empathischen Einfühlen in die Gedanken anderer beginnt. Sind die Wünsche der Kunden analysiert, gilt es im nächsten Schritt, Wege und Ziele zu definieren, die erreicht werden sollen. Erst dann geht es um die Umsetzung, also konkrete Ideen zu entwickeln. Der letzte Schritt dient dem Prototyping, in dem die erarbeiteten Ideen Testkunden zum Ausprobieren oder „Spielen” gegeben werden. Damit ist der Ablauf jedoch noch nicht abgeschlossen. Design-Thinking-Prozesse sind iterativ oder sich wiederholend. Je nach Bedarf und Erfolg der ersten Ideen werden die Phasen vom Team mehrmals durchgeführt. Das Spannende: Unsere Teilnehmer befanden sich bereits mitten im Ablauf.

Design Thinking in der Praxis: 5 Denkhüte von Edward de Bono

Damen mit HutEs gibt eine Fülle von Methoden oder „Tools”, die Design Thinkern zur Verfügung stehen, wie z. B. die Stakeholder Map, das Definieren von Personas, der Desktop Walkthrough, die Customer Journey Map etc. So lassen sich unterschiedliche Fragestellungen aufwerfen: Was macht der Kunde, bevor er in meinen Laden kommt? Was will er? Wie bezahlt er? Was erfreut ihn? Im Wissensbrunch stellte unser Experte Herr von Huchting die 5 Denkhüte von Edward de Bono vor, die unsere Wissensbrunch-Teilnehmer durchspielten.

Als erstes wurden die Teilnehmer gebeten, sich einen Zeitungshut zu basteln. Zusätzlich wurden fünf farblich unterschiedliche Hüte als Aufsetzer verteilt. Jeder Denkhut symbolisiert einen anderen Denktypen. So gibt es z. B. den objektiven, den emotionalen oder den kreativen Typen. Jeder Denkhut wurde weitergereicht, damit jeder Teilnehmer eine andere Sichtweise einnehmen und Probleme aus verschiedenen Perspektiven betrachten konnte. Auf diese Weise sollten eingefahrene Denkstrukturen durchbrochen werden.

Glückliche Teilnehmer beim IFM-WissensbrunchPraktisch erprobten die Teilnehmer die Methode der fünf Denkhüte von Edward de Bono an einem spontan gewählten Beispiel: Wie kann ich ein Stück Erdbeerkuchen besser essen, das ständig zerfällt, sobald man mit der Gabel hinein sticht? Kann ich die Form optimieren? Werkzeuge entwickeln? Die Produktion/Inhaltsstoffe verändern? Die Teilnehmen waren mit Spaß dabei und konnten den Gesprächsverlauf nebenbei austesten, da Erdbeerkuchen Bestandteil des Brunches war. Letztlich kam mit der Hilfe von Herrn Huchting auch zum Vorschein, dass der Prozess des Ideen-Findens, Anpassens und Erneuerns nie abgeschlossen ist. Es werden stetig neue Räume für Innovationen, Produkte und Folgeprodukte geschaffen.

Fazit: Es lohnt sich, Raum für Kreativität zu schaffen

Der Tisch am Ende des IFM-Wissensbrunch im April 2017Ein wichtiger Bestandteil von Design Thinking: Ein Umfeld schaffen, das Kreativität ermöglicht. Ab einer bestimmten Betriebsgröße ist es schwierig, die Meinungen aller Mitarbeiter zu beachten. Design Thinking gibt Unternehmen Anlass, auserlesenen Mitarbeiter-Teams Zeit und Raum für Ideenfindung und Erfinderreichtum zu geben. Unser Wissensbrunch diente als Simulation, in der die Teilnehmer in solch einen Design-Thinking-Prozess eintauchen konnten.

Der IFM-Wissensbrunch wurde sehr gut angenommen und war gut besucht. Da die Teilnehmer aus unterschiedlichen beruflichen Bereichen kamen, fand ein reger und fruchtbarer Austausch statt. Herr von Huchting vermittelte die Idee des Design Thinking rhethorisch spannend und zeitweilig auch provokativ. Neben Wissenshappen erhielten unsere Gäste kulinarische Häppchen von süß bis salzig und ein vitamreiches Angebot, um sich rundum wohl zu fühlen.

Wir freuen uns auf den nächsten Wissensbrunch in unserem Hause und für alle, die dieses Mal nicht teilnehmen konnten: Hier das versprochene Handout mit den wichtigsten Inhalten zum Thema Design Thinking.

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