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IFM-Wissensbrunch: Storytelling – Nur Worte oder Methode mit Substanz?

Erstellt am 17.07.2017 von Patryk Czechowski in Kategorie(n): Business News

Teaser zum IFM-Wissensbrunch Storytelling zeigt einen Schreibtisch mit einer Schreibmaschine und anderen Utensilien im Vintage-LookRegelmäßig laden wir unsere Firmenkunden ein, sich beim IFM-Wissensbrunch kostenfrei bei einem leckeren Frühstück zu einem Thema weiterzubilden. Wir stellen uns jedes Mal die Frage: Was sind Themen, die Firmen aktuell interessieren oder die sie beschäftigen sollten? Während es beim letzten Wissensbrunch um Design Thinking ging, stiegen wir dieses Mal in die Welt des Storytellings ein. Unsere Referentin war Dr. Gerlinde Kempendorff-Hoene, die als Schauspielerin und Expertin für Rhetorik, Motivation und Präsenz genau weiß, was eine gute Geschichte ausmacht. Hier ein Einblick darin, was von einem IFM-Wissensbrunch zu erwarten ist.

Überblick:

Was ist Storytelling überhaupt? Warum Unternehmen von Geschichten leben

Storytelling, wer braucht denn sowas im Business-Bereich? Ist das nicht etwas für Philosophen und Flatrate-Laberer? Beim Storytelling geht es nicht darum, anderen Menschen Märchen aufzuschwätzen, sondern Geschichten zu erzählen, die bewegen, überzeugen und in Köpfen bleiben. Storytelling ist eine Methode der Informationsvermittlung. In der Tat versteckt sich Storytelling hinter vielen Alltagssituationen, die uns auch im Büro über den Weg kommen. Denkt man genauer darüber nach, dann kann vieles als Geschichte verstanden werden. Einige simple Beispiele:

  •  Bewerbungen / Vorstellungsgespräche
  •  Meetings
  •  Präsentationen
  •  Mitarbeitergespräche zwischen Chefs und Mitarbeitern
  •  Verhandlungen
  •  Kundengespräche
  •  Unternehmens-Websites (z. B. Content Marketing)
  •  PR, Marketing und Werbung

Warum sind das alles Geschichten? Ganz einfach, weil es hierbei nicht nur darum geht, was kommuniziert wird, sondern auch wie es rübergebracht wird. Man kann die beste Idee und das beste Argument der Welt haben, wenn man dies jedoch nicht richtig rüberbringt, verliert man leicht das Interesse der Person gegenüber.

Einstieg in das Storytelling

Dozentin und Teilnehmerinnen am Tisch im Seminarraum beim IFM-Wissensbrunch zum Thema Storytelling

Teilnehmerinnen hören gespannt beim Wissensbrunch zu

Damit startete auch der IFM-Wissensbrunch. Wer Storytelling einsetzen möchte, muss zunächst einmal verstehen, dass es sich hierbei um ein Kommunikationsmittel handelt, das für einen bestimmten Zweck eingesetzt wird. Frau Kempendorff-Hoene begann im ersten Schritt deshalb, die Gruppe mit den Grundlagen der Kommunikation vertraut zu machen. Dies wurde zu Beginn noch völlig frei vom Unternehmenskontext erklärt.

Wichtig sei auch, damit fuhr die Dozentin fort, dass es nicht die Geschichte gibt. Im Gegenteil gibt es viele Formen von Geschichten, wie Märchen, Romane oder Witze. Geschichten selbst haben also eine Historie, die im Laufe der Zeit einen Deutungswandel vollzogen hat. Vor 20 Jahren existierte beispielsweise der Unternehmensblog als Geschichtstypus noch nicht – heute ist er als Marketingmittel kaum mehr wegzudenken.

Wie eingangs angesprochen sind Geschichten allgegenwärtig. Stellen wir uns die Frage „Was ist eine Geschichte?“, dann können wir passiv Beispiele für Geschichten finden, wie wir sie aufgelistet haben. Geschichten können wir jedoch auch aktiv finden, wenn wir z. B. mit etwas in Berührung kommen, das uns an eine Geschichte erinnert oder über eine Geschichte bewusst werden lässt.

Storytelling in der Praxis

Das aktive Geschichten-Finden sollten unsere Teilnehmerinnen des IFM-Wissensbrunches nun selbst erleben. Unsere Dozentin nannte zwei simple Beispiele und nahm diese zum Anlass, um die bisher Zuhörenden zu Storytellern zu machen: „Käfer oder Trabi – was verbinden Sie damit? Erzählen Sie etwas über sich selbst!“. Was folgte, war eine Reihe von persönlichen Geschichten, die für sehr viel Amüsement und Auflockerung sorgten. Ein weiteres praktisches Beispiel zum Anregen von Storytelling waren Sinnsprüche aus Glückskeksen.

Der rege Austausch untereinander war das Highlight des Wissensbrunches und er machte eines deutlich: Fast alle Teilnehmerinnen erzählten humoristische Geschichten, die auf persönliche Erfahrungen zurückgingen. Mit Geschichten kann man also sehr viel erreichen. Einerseits können sie sehr viel über uns selbst preisgeben, andererseits können wir sie einsetzen, um die Herzen von Menschen zu gewinnen.

Gerlinde Kempendorff-Hoene sprach hierbei von fünf Säulen des Storytellings, die man im Hinterkopf behalten kann: Körpersprache, Stimme/Stil, Emotionen, Sprache und Positivität. Schauen wir uns folgende Bilder an:

Bild eines lachenden alten Mannes und Bild eines Hundes mit einer Brille

Wer kann sich hier ein Lächeln verkneifen?

Jeder Mensch wird beim Anblick der Bilder zumindest schmunzeln müssen, weil sie positive Emotionen in uns hervorrufen. Emotionen sind also eine unschlagbare Waffe von Storytellern. Besonders Humor versüßt jede Begegnung mit einem anderen Menschen. Die Person gegenüber zum Lachen zu bringen, ist oft schon die halbe Miete.

Geschichten in Unternehmen einsetzen

Es sollte kein Wunder sein, weshalb Storytelling ein mächtiges Instrument für Unternehmen ist. Ein schönes Beispiel, an das sich die/der eine oder andere vielleicht noch erinnert, ist die Werbung mit dem sympathischen Opa (da ist er wieder) für Werther’s Echte (heute: Werther’s Original):

Storytelling geht jedoch über seine Funktion im Marketing hinaus und kann von Mitarbeitern aus einem breiten Spektrum von Abteilungen und Branchen eingesetzt werden. Da das Thema die Inhalte des Wissensbrunches und des Blogs sprengt, können wir Interessenten auf unsere Seminare verweisen. Für Führungskräfte haben wir das Seminar Storytelling als Managementkompetenz konzipiert. Wer direkt aus dem Bereich Marketing und PR kommt, wird im Storytelling als Marketinginstrument fündig. 

Fazit: Die Warteliste für den nächsten Wissensbrunch steht

Anderer Blick über den Seminarraum bei der hauseigenen Veranstaltung des IFM

Nicht den nächsten IFM-Wissensbrunch verpassen

Natürlich ist uns die Resonanz des Wissensbrunches Storytelling äußerst wichtig. Unsere Teilnehmerinnen haben unseren Seminar- und Frühstücksraum auch dieses Mal mit einem Lächeln verlassen. Unsere Motto-Frage war: Storytelling – Nur Worte oder Methode mit Substanz?  Die sehr gute Stimmung beim Event sagt uns ganz klar: Storytelling, da steckt etwas dahinter, das Unternehmen für ihre Zwecke einsetzen können. Ganz besonders freut uns, dass einige Teilnehmerinnen bereits auf der Warteliste für den nächsten Wissensbrunch stehen. Die Eventreihe erfreut sich eines wachsendes Interesses und so geht es beim nächsten Wissensbrunch um das brandaktuelle Thema Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) – Wie sich Unternehmen jetzt schon für 2018 wappnen.



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