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Mitarbeiterführung – Erfüllen Sie die drei A‘s?

Erstellt am 12.06.2018 von Patryk Czechowski in Kategorie(n): Business News

Schwarm mit Anführer aus Plastik-Fischen Das Thema Führung ist so alt wie unsere Geschichte und doch scheint es uns bis heute zu beschäftigen. Historische und kulturelle Faktoren schaffen immer wieder neue Anforderungen an die erfolgreiche Mitarbeiterführung. Der schlimmste Fehler, den sich eine Führungskraft heutzutage erlauben kann, ist es, so sehr von ihren eigenen Führungskompetenzen überzeugt zu sein, dass sie Veränderungen meidet. Deshalb muss sich jede Führungskraft von Zeit zu Zeit fragen: Ist mein Führungsstil noch zeitgemäß?

Die Führungskraft als eierlegende Wollmilchsau

Die Zeiten des autokratischen Chefs, der wie ein Tyrann von oben herab bestimmt, sind vorbei. Nicht nur gibt es eine Reihe von Führungsstilen, die der „perfekte Chef“ verinnerlicht haben sollte. Eine gute Führungskraft hat heute völlig neue Funktionen und Verantwortungsbereiche. Sie soll die Mitarbeiter fordern und fördern, heißt es. Jedoch auf Augenhöhe bleiben. Den Mitarbeitern zuhören und ihnen mit Empathie und Wertschätzung zur Seite stehen. Eine Führungskraft ist sogar Coach – d. h. sie begleitet Mitarbeiter in ihrer Entwicklung und soll weniger bestimmen, dafür mehr moderieren, koordinieren und dirigieren. Die Führungskraft von heute ist Unternehmer, Vorbild, Inspiration, Coach, Mediator, Freund… Die Liste an Aufgaben, Anforderungen und Führungskompetenzen, die ein Manager als „eierlegende Wollmilchsau“ erfüllen muss, war noch nie so lang.

Was heißt eigentlich Führung?

Hat sich der Begriff der Führung so sehr verändert? Blicken wir zunächst auf die Grundlagen: Was sagt die Definition von Mitarbeiterführung aus? Führung ist die zielgerichtete Gestaltung, Steuerung und Überwachung eines Unternehmens in sachbezogener und personenorientierter Dimension. Eine Führungskraft plant voraus, setzt Maßnahmen zur Zielerreichung durch und kontrolliert den Unternehmenserfolg. Daran was eine Führungskraft tut, hat sich also nicht viel geändert. Was sich jedoch geändert hat, ist wie sie das in der Praxis umsetzt. Denn als Managementaufgabe steht heute der Mensch im Fokus. Führungskräfte sollen andere Menschen anleiten, unterstützen und motivieren. Doch wie ist die Mitarbeiterführung zur wichtigsten Führungsfunktion gewachsen?

Warum ist Mitarbeiterführung heute so wichtig?

Die Aufgaben einer Führungskraft sind immer abhängig von der Zeit in der wir leben. Aktuell ist unsere Gesellschaft von Wissen und Information geprägt. Dies gilt insbesondere – auch wenn nicht nur – für die Generation Y oder Millennials. Wir wissen viel mehr als in der Vergangenheit, gleichzeitig verläuft der Fluss an Informationen nahezu in Echtzeit. Menschen und damit auch Mitarbeiter sind sich über so viele Dinge bewusst, wie noch nie zuvor. Darüber hinaus besitzen Mitarbeiter mehr Möglichkeiten und Rechte, ihre Wünsche zu äußern und zu kommunizieren – und davon machen sie auch Gebrauch.

Das Verhältnis zwischen Chef und Mitarbeiter hat sich im Zuge des demografischen Wandels und der Digitalisierung verschoben. Der Arbeitnehmermarkt, der wie ein Buzzword durch die Medienlandschaft schalt, ist zur Realität geworden. Das Personalmanagement hat sich in den letzten Jahren weitgehend geändert. Employer Branding und Personalmarketing haben sich beispielsweise als neue Methoden und Instrumente im Personalrecruiting durchgesetzt.

Wir haben mit den Millenials eine Generation vor uns, der berufliche Unabhängigkeit, die Sinnhaftigkeit der Arbeit, Gleichberechtigung und Lifestyle wichtig sind. Wir können mit den Augen rollen und uns über „Hipster“ beschweren – was nichts ändert – oder diesen kulturellen Wertewandel als Führungskräfte ernst nehmen und an die Arbeit gehen. Wir haben auch nicht nur diese eine Generation, sondern einen Generationen-Mix vor uns. Mitarbeiterführung ist heute auch Generationenmanagement.

Fast alles auf Managementebene dreht sich heute um Menschen. Natürlich gilt die Maxime des Erfolgs weiterhin. Doch das Management hat mittlerweile realisiert, dass Erfolge von Menschen gestemmt werden. Aus diesem Grunde sind die Bedürfnisse, Wünsche und das Wohlbefinden von Mitarbeitern zum zentralen Interesse der Führungsebene gewachsen.

Vom Führungsstil zur Führung mit Stil: Die drei A’s

Neben der Liste an Ansprüchen an Manager geht es in der Tat auch um die Führungskraft selbst. Es gibt kein Allheilmittel für das Problem Mitarbeiterführung. Im Gegenteil ist Mitarbeiterführung von so vielen Faktoren abhängig, dass der beste Rat an eine Führungskraft ist, so flexibel wie möglich zu bleiben. Üblicherweise werden nach Kurt Lewin drei klassische Führungsstile unterschieden:

  • Autoritärer / Hierarchischer Führungsstil
  • Demokratischer / Kooperativer Führungsstil
  • Laissez-faire Führungsstil

Es gibt viele weitere Modelle wie das „Managerial Grid“ von Blake und Mouton, das beim Thema Menschenführung verschiedene Managementtypen anhand der Größen Aufgabenorientierung und Mitarbeiterorientierung unterscheidet. Bei all diesen unterschiedlichen Führungsstilen und Konzepten gibt es jedoch einen Konsens: Heute wird Führungskräften zu einer „situativen Führung“ geraten. In dem Tempo der Digitalisierung ist Arbeiten 4.0 eine notwendige Schlussfolgerung. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Thema Agilität sich in der Gesellschaft und Wirtschaft durchsetzte. Agilität als Führungskompetenz bedeutet, flexibel, anpassungsfähig und initiativ zu sein. Sie ist wichtig, weil wir nur so den Anforderungen der Zeit gerecht werden können. Deshalb kann es den Führungsstil nicht geben. Führungskräfte müssen eher viele Führungsstile lernen, die sie abhängig von der Situation einsetzen können.

Auf dem Weg zur Führung mit Stil ist persönliche Autorität ein weiteres Kriterium, das vielen Führungskräften zukommt. Autorität sollten Führungskräfte per Definition besitzen. Auch der demokratischste Chef muss es schaffen, sich gegen andere Menschen durchzusetzen, sonst wird er oder sie als Führungskraft nicht weit kommen. Autorität ist eine Sache der Persönlichkeit. Dabei sollte Autorität nicht mit Autokratie verwechselt werden. Autorität steht für Ansehen, Stärke, Kompetenz oder Charisma. Wer andere Menschen erfolgreich führen möchte ohne ihre Gunst zu verlieren, braucht das Ansehen seiner Belegschaft. Während Autorität immer mit Macht zu tun hat, steht sie auch für Mitgefühl. Eine autoritäre Person braucht Einfühlungsvermögen, um sich Verbündete zu schaffen. 

Während es die „perfekte Führungskraft“, „Erfolgspersönlichkeit“ oder „optimale Methode der Mitarbeiterführung“ nicht gibt, kann man jedoch über jede erfolgreiche Führungskraft sagen, dass sie ihren persönlichen Verhaltensstil gefunden hat. Erfolgreiche Menschen kennen ihre Stärken und Grenzen und wissen mit ihnen auch in kritischen Situationen umzugehen. Sie wenden Mittel und Methoden an und suchen Situationen, die genau zu ihnen passen, anstatt eine Rolle zu spielen, in die sie nicht hineinpassen. Dieser Punkt bringt uns zu unserem letzten „A“ und Erfolgskriterium der Mitarbeiterführung: Authentizität. Authentisch zu sein kann weniger erlernt werden, als ein Leitmotiv zu sein, sich immer treu zu bleiben. Wir können uns Wissen und Kompetenzen im Bereich Mitarbeiterführung aneignen. Wer 

Auf dem Weg zur Triple-A Führungskraft

Business-Mann und Hund im Sprung auf der TreppeAgilität, Autorität und Authentizität sind unsere drei A‘s einer guten Führungskraft. Diese drei A‘s geben jedoch nur die Form, nicht den Inhalt an. Doch wie kommen wir dorthin? Wenn Sie sich diese Frage bereits stellen, sind Sie weiter als viele andere Menschen. Eine gute Führungskraft entscheidet sich durch eine schlechte bereits dadurch, dass sie über ihr eigenes Verhalten reflektiert. Dabei können viele Einflussfaktoren das Führungsverhalten bestimmen: Welche Erfahrungen haben Sie als Vorgesetzte/r? Wer sind die Mitarbeiter? Wie groß ist die Gruppe? Welche kurz-, mittel- und langfristigen Ziele möchten Sie erreichen? Welche Situation liegt vor? Ist z. B. eine Veränderung eingetreten?

Während das Idealbild der Führungskraft nicht existiert, können Sie als Führungskraft auf dem Weg zu Ihrem persönlichen besten Führungsverhalten nur durch Lernen erreichen. Lernen durch Erfahrungen aus der Berufspraxis und Wissen, das Sie sich aneignen. Wir bieten viele offene Seminare im Bereich Führungskompetenzen an, die Sie bei Ihrer Weiterentwicklung unterstützen. Einige beliebte Seminare sind:

  • Mitarbeiterführung: Unser Seminar beleuchtet die Aufgaben und Tools der modernen Führung aus erster Hand. Lernen Sie, was eine erfolgreiche Führungskraft von heute ausmacht.
  • Agiles Leadership – Führung neu denken: Agilität als Führungskompetenz bedeutet, gleichzeitig gegen und mit dem Strom zu schwimmen. Nicht möglich? Wir zeigen Ihnen, wie es geht.
  • Die Führungskraft als Coach: Coaching-Methoden sind ein effektives Mittel, das Beste aus Menschen herauszuholen. Warum das Coaching also nicht als Managementmethode einsetzen? Wir trainieren Sie in der Kommunikation, Betreuung und Beratung Ihrer Mitarbeiter als Coach.
  • Führen mit Stil – den eigenen Führungsstil finden: Viele Wege führen nach Rom, doch ein Schild hat noch nie geschadet. Sie bringen Ihre Erfahrungen mit, wir das Expertenwissen aus Wirtschaft und Wissenschaft. Unser Seminar unterstützt Sie dabei, den geeigneten Führungsstil für Sie zu finden.


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