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Feel Good Management: Gute Laune als Erfolgsfaktor

Erstellt am 09.08.2018 von Patryk Czechowski in Kategorie(n): Business News

Glücklicher Mitarbeiter (Hipster) am ArbeitsplatzEigentlich ist das Prinzip hinter Feel Good Management (FGM) kein Geheimnis: Wer glücklich ist, arbeitet besser. Viele Arbeitgeber unterschätzen jedoch weiterhin, wie wichtig die Mitarbeiterzufriedenheit für den Unternehmenserfolg ist. Fachkräftemangel, Arbeitnehmermarkt und sich ändernde gesellschaftliche Werte sind die Realität. In Zukunft wird es immer mehr zu einer Selbstverständlichkeit, den eigenen Mitarbeitern – abseits der Gehaltserhöhung – etwas Gutes zu tun. Unternehmen brauchen ein durchdachtes „Wohlfühlmanagement“, um attraktiv und wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch was kann ein Feel Good Manager realistisch tun, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu fördern? Oder ist der Feel Good Manager doch nur der „Scherzkeks vom Dienst“?

Feel Good Manager? Wer braucht schon gute Laune?

Arbeit erzeugt Stress. Das ist nichts Schlimmes. Stress ist kein – oder nicht nur ein – negativer Begriff. Positiver Stress ist ein hervorragender Motivator, der uns zu neuen Leistungen bringt. Umgangssprachlich meinen wir meistens negativen Stress. Problematisch wird es für Unternehmen, wenn Mitarbeiter Arbeit per se mit negativem Stress gleichsetzen. Wenn der Weg zur Arbeit bereits ein flaues Gefühl im Magen erzeugt.

Der Gallup Report misst jedes Jahr weltweit die Zufriedenheit von Mitarbeitern und ihre Bindung an den Arbeitgeber. Der letzten Studie von 2017 zufolge sind in Deutschland 15 Prozent der Mitarbeiter zufrieden mit ihrer Arbeit. Im europaweiten Durchschnitt sind wir damit sogar noch ganz gut dabei. Die anderen 85 Prozent fühlen kaum eine oder gar keine Bindung zu ihrem Arbeitgeber. Wenn so ein kleiner Bruchteil der Arbeitnehmer, Spaß an der Arbeit hat, sind die Verluste an Produktivität gravierend. Unternehmen müssen das Wohlbefinden der Mitarbeiter viel ernster nehmen. Es war aus diesen Gründen nur eine Frage der Zeit bis eine Managementmethode wie das Feel Good Management an das Tageslicht rückte.

Fogen des Feel Good Managements: Was die Mitarbeiterzufriedenheit alles bewirken (positiv und negativ)

Definition Feel Good Management

Feel Good Management sind alle Maßnahmen, die die Leistung im Unternehmen steigern, indem sie das Wohlbefinden der Mitarbeiter verbessern. Unter dem Begriff Incentives (Anreize) geben Unternehmen bereits seit vielen Jahren ihren Mitarbeitern Schmankerl im Arbeitsalltag. Incentives sind jedoch nur eine Form von Feel Good Management. Der ganzheitliche Ansatz setzt viele weitere Mittel ein, um ein positives Arbeits- und Unternehmensklima zu schaffen. Mitarbeiter sollen glücklich gehalten werden, damit sie motivierter, kreativer und produktiver arbeiten. Dabei soll kein „Schein des Glücklichseins“ erzeugt werden. Die Mitarbeiter sollen nicht ausgetrickst werden, um ihre Arbeit gerne zu tun. Professionelles Feel Good Management passt sich den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter in einem Unternehmen an und verbessert die Unternehmenskultur nachhaltig. Das Unternehmen soll zu einem besseren Arbeitsort werden. Diese Einsicht muss von der Unternehmensleitung kommen, damit die Arbeit des Feel Good Managers ihre Ziele erreicht.

Ziele des Feel Good Managements

  • Anerkennung und Wertschätzung bei Mitarbeitern schaffen
  • Mitarbeiterbindung stärken
  • Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen
  • Gesundheit der Belegschaft aktiv fördern
  • Vor Stress und Burnout schützen
  • Eine postive Unternehmenskultur schaffen
  • Leistung im Unternehmen verbessern
  • Employer Branding stärken

Einordnung des Feel Good Managers im Unternehmen

Der Feel Good Manager hat eine Schnittstellenfunktion im Unternehmen und arbeitet prinzipiell mit allen Abteilungen zusammen. Das ist ein großer Vorteil für Interessierte an dem Thema. Der Einstieg ins Feel Good Management ist mit unterschiedlichen Vorkenntnissen möglich und ist eher eine Frage des Typs. Feel Good Manager sollten z. B. gute Sozial- und Kommunikationskompetenzen mitbringen, da sie sehr viel im Kontakt mit anderen Menschen stehen.

Besonders eng arbeitet der Feel Good Manager mit der Unternehmensleitung und dem Personalmanagement zusammen. Er fungiert als Bindeglied zwischen Chef und Mitarbeitern und agiert in vielen Belangen als Ansprechpartner für die Mitarbeiter. Darüber hinaus ist Gesundheitsmanagement ein wichtiger Bestandteil des Feel Good Managements. Feel Good Manager und betriebliche Gesundheitsmanager wollen gleichermaßen eine Unternehmenskultur zu schaffen, die Mitarbeiter fördert. Und ja: Lachen ist wirklich gesund.

Die „Gute-Laune-Methoden“ haben sich noch nicht überall durchgesetzt und sind auf dem aufstrebenden Ast. Bisher sind Feel Good Manager eher in großen Unternehmen wie Google, Lufthansa, Spotify oder Zalando zu finden. Ein guter Zeitpunkt für kleine und mittelständische Unternehmen, FGM zur Mitarbeiterbindung einzusetzen. Angehende und selbst erfahrene Personaler haben außerdem die Möglichkeit, sich neues Wissen anzueignen und ihr Profil zu erweitern.

Beispiele für FGM-Maßnahmen

Was kann ein Feel Good Manager in der Praxis tun, um die Gunst der Mitarbeiter zu gewinnen? Im Grunde ist alles erlaubt, das die Mitarbeiter glücklicher macht. Hier ist Kreativität und Ideenreichtum gefragt. Jede Maßnahme sollte jedoch damit beginnen, die Bedürfnisse und Ansprüche der Mitarbeiter kennenzulernen. Feel Good Manager entwickeln sich so zu Vertrauenspersonen im Unternehmen. Einige typische Aufgaben im Feel Good Management sind:

  • Feedbackgespräche und Umfragen zur Ermittlung von Mitarbeiterwünschen
  • Konfliktmanagement
  • Beratung zu Zeit- und Selbstmanagement, Fitness, Ernährung, etc.
  • Onboarding / Mentoring von neuen Mitarbeitern
  • Organisation von Events (z. B. Kochkurse für Mitarbeiter oder Partys)
  • Planung von Weiterbildungen und Workshops
  • Unternehmenskultur in Richtung Work-Life-Balance bewegen (z. B. über die Einführung von Homeoffice)

Darum wächst das Interesse an der Mitarbeiterzufriedenheit

Warum steigt das Interesse am Feel Good Management genau jetzt? Wir leben in einem Arbeitnehmermarkt, in dem die Meinung der Mitarbeiter noch nie so sehr zählte, wie heute. Arbeitnehmer interessieren sich zurzeit sehr dafür, dass ihr Wohlbefinden in der Arbeit gesichert wird. Die aktuelle Generation an Millennials, welche die Arbeitswelt immer mehr bestimmt, sucht nach dem Sinn ihrer Tätigkeit. Sie stellt sich Fragen, wie: Macht meine Arbeit mich glücklich? Verursacht meine Arbeit zu viel Stress? Identifiziere ich mich mit meinem Arbeitgeber?

Immer mehr Unternehmen haben altersgemischte generationenübergreifende Teams im Haus und müssen sich diesen vorherrschenden Werten in der Gesellschaft stellen. Sie können es sich nicht mehr leisten, die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter zu ignorieren. Feel Good Management ist deshalb auch eine Frage des Generationenmanagements. Die Anforderungen und Ansprüche der aktuellen Generation haben Methoden wie das Feel Good Management zu einem Trend gemacht.

Welches Feel Good Management soll es sein?

Wie in allen Dingen im Leben, gibt es auch im Feel Good Management nicht die eine Antwort. „Was macht dich glücklich?“ Diese Frage wird jeder Mensch unterschiedlich beantworten. Daran ändert sich auch nichts im Unternehmenskontext. Es gibt jedoch, wenn man genau zuhört, Gemeinsamkeiten zwischen den Mitarbeiterbedürfnissen. Es gibt unternehmensspezifische Wünsche, die sich aus der Natur der Tätigkeit, der Branche, der Region und vielen weiteren Faktoren ergeben. Das Wichtige ist: Erst einmal den eigenen Mitarbeitern zuhören, ihre Bedürfnisse verstehen und sie ernst zu nehmen.

Ihre Mitarbeiter bemängeln lange Fahrtwege zur Arbeit? Bieten Sie Homeoffice an. Ihre Mitarbeiter beklagen Gesundheitsprobleme? Sorgen Sie für ergonomische Arbeitsplätze. Ihre Mitarbeiter klagen über monotone Arbeit? Bieten Sie Möglichkeiten zur Ablenkung, wie einen Pausenraum mit einem Kickertisch an. Auch wenn die Liste an Wünschen unendlich scheint und die realistisch umsetzbaren Möglichkeiten gering sind, manchmal tun es auch Kompromisse. Die meisten Mitarbeiter werden sich bereits damit glücklich schätzen, dass ihr Arbeitgeber sich Mühe gibt. Doch welche Gute-Laune-Lösungen genau passen, muss jedes Unternehmen selbst im Dialog mit den Mitarbeitern herausfinden. Genau dafür ist der Feel Good Manager da: Um maßgeschneiderte Lösungen zu finden, die zu Ihrem Unternehmen passen.

 

Feel Good Management als Seminar für Firmen

Feel Good Management – Einführung: „Arbeit macht Spaß“, ist das ein Satz, den Ihre Mitarbeiter von sich geben würden? Nein? Kein Problem, immerhin suchen Sie nach Wegen, Ihre Mitarbeiter glücklich zu machen. In unserem Seminar geben wir Ihnen eine Einführung in die neuesten Erkenntnisse aus der Welt des Feel Good Managements. Finden Sie neue Inspiration und Instrumente für Ihr Personal- und Gesundheitsmanagement. So gehen Ihre Mitarbeiter mit einem Lächeln nach Hause und erscheinen am nächsten Tag motiviert auf Arbeit.

 

Feel Good Manager als Weiterbildung für Privatpersonen

Zertifizierte/-r Feel Good Manager/-in: Unser sechsmonatiger Kurs eignet sich besonders für Personen, die sich für die Arbeit mit anderen Menschen interessieren und das gewisse Etwas suchen. Feel Good Management ist ein Trend, der sich einer steigenden Nachfrage in der Wirtschaft erfreut. In unserem Kurs steckt sehr viel praktisches Wissen zu den Aufgaben, Zielen und Kompetenzen des Feel Good Managers. Kleines Extra: Wer den Kurs abschließt, kann gute Laune als neue persönliche Erfolgskompetenz zählen.



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