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Top Soft Skills 2019: Der Mensch im Mittelpunkt

Erstellt am 07.12.2018 von Patryk Czechowski in Kategorie(n): Business News

Soft Skills kann man sich wie eine bunte Rakete aus Knete vorstellenWarum Soft Skills die Kompetenzen der Zukunft sind

In einer Welt, in der Computer uns immer Aufgaben abnehmen, bleibt uns eines erhalten: Soft Skills. Computer haben sehr gute Hard Skills. Wenn es um Fachwissen geht, laufen sie uns schon lange den Rang ab. Haben Sie sich mit Ihrem Computer jedoch schon mal über Ihre Probleme unterhalten? Konnte Ihr Computer Ihnen jemals dabei helfen, Stress abzubauen (dagegen treten zählt nicht)? Oder ist er eher ein Stressfaktor? Das liegt daran, dass künstliche Intelligenz keine Sozialkompetenzen besitzt. Computer haben viel „Wissen“, sie können es jedoch ohne unsere Hilfe nicht an andere vermitteln. Sie sind keine guten Teammitglieder, Gesprächspartner, Konfliktlöser und Vorbilder.

Soft Skills machen uns zu Menschen. Sie sind in der immer technologischer und digitaler werdenden Arbeitswelt so wertvoll, gerade weil Computer sie nicht übernehmen können. Wir werden zukünftig nicht nur nach Programmieren suchen, sondern nach zwischenmenschlichen Kompetenzen. Viele Experten stimmen deshalb überein: Soft Skills sind die Kompetenzen der Zukunft. Letztes Jahr blickten wir zurück auf die beliebtesten Weiterbildungen 2017. Jetzt schauen wir nach vorne auf die wichtigsten Soft Skills, die 2019 Unternehmen beschäftigen werden und haben die passenden Seminare dazu.

Soft Skills machen Menschen zu besseren Mitarbeitern

Soft Skills sind Kompetenzen, die auf unsere Persönlichkeit zurückzuführen sind. Sie sind unabhängig von einem Fachgebiet, was sie transferierbar macht. Das hat den Vorteil, dass sie uns zu besseren Mitarbeitern machen, egal wo wir arbeiten. Ein Jurist kann sein Fachwissen (Hard Skill) bei rechtlichen Fragen einsetzen. Ein Mensch, der andere inspirieren kann, kann dies überall. Wenn wir an Soft Skills denken, meinen wir persönliche Einstellungen und Verhaltensweisen, die uns zu einem wertvollen Teammitglied machen. Außerordentliche zwischenmenschliche Fähigkeiten bedeuten, dass ein Mensch sein Team z. B. durch sein positives Denken, seine vertrauensvolle Kommunikation oder durch seine agilen Führungskompetenzen unterstützt. Doch was schätzen Arbeitgeber und Mitarbeiter besonders?

Die 10 wichtigsten Soft Skills 2019

1. Führungskompetenzen

Mitarbeiter verlassen nicht das Unternehmen, sondern ihre Führungskraft. Früher hieß es: „Du kannst dich glücklich schätzen, einen Job zu haben“. Heute sind Arbeitnehmer keine Güter mehr. Sie sollten unterstützt und befähigt werden, das Beste aus ihrer Arbeit herauszuholen. Für Führungskräfte bedeutet dies, sich mehr auf den Menschen zu konzentrieren. Daraus ergibt sich eine Reihe an zentraler Managementkompetenzen einer guten Führungskraft. Was zählt ist, z. B. die Motivationen und Wünsche der eigenen Mitarbeiter zu kennen, Konflikte lösen zu können und die Kommunikation im Team zu verbessern. Führungskompetenzen sind ein Beispiel für den Bedeutungszuwachs von Soft Skills.

2. Kommunikation

Alles in unserem Leben dreht sich darum, in welchem Kontakt wir mit anderen Menschen stehen. Beziehungen werden von Kommunikation (kaputt) gemacht. Wie wichtig Kommunikation ist, zeigt sich darin, dass kaum ein Job ohne Kommunikation funktioniert. Kommunikationsprobleme entstehen dort, wo Menschen aneinander vorbeikommunizieren. Dabei fehlt meistens vor allem eines: Klarheit. Kommunikation ist eine persönliche Sozialkompetenz, die man immer optimieren kann. Sie stellt sicher, dass unsere Ideen ans Ziel kommen. Vor allem aber ermöglicht sie es, uns selbst treu  zu bleiben und uns anderen gegenüber authentisch auszudrücken.

3. Zeit- und Selbstmanagement

Eine der größten Herausforderungen für Fach- und Führungskräfte ist die Bewältigung von Stress. Viele Menschen kämpfen damit, sich selbst und ihre Zeit effizient und stressfrei zu organisieren. Ungenügendes Zeitmanagement kostet Menschen ihre Gesundheit und Unternehmen Geld. Dabei gibt es typische Zeitfresser, von denen wir alle betroffen sind. Wer an sich selbst arbeitet, kann mit etwas Unterstützung lernen, Prioritäten zu setzen, sich selbst zu motivieren und mental fit zu bleiben. Zeit- und Selbstmanagement ist deshalb ein Soft Skill, der 2019 ganz weit vorne steht.

4. Flexibilität

Wenn die Welt sich verändert, machen wir Veränderung halt zu unserer persönlichen Stärke. In diesem Sinne kann der Zuspruch für die „New Work“-Bewegung verstanden werden. New Work oder „Neue Arbeit“ soll einen Wertewandel in veralteten Arbeitsstrukturen schaffen. Der zentrale Begriff  ist Flexibilität. Es geht um flexiblere Arbeitszeiten, mehr Gestaltungsraum für Individuen, schnellere Entscheidungsprozesse, einen demokratischen Führungsstil etc. Veränderungen können uns leicht überwältigen, sie sind jedoch auch immer Chancen. In einer schnelllebigen Welt ist Flexibilität eine Kompetenz, die uns viele Türen öffnet. Wer flexibel ist, hat ein anpassungsfähiges und agiles Mindset. Das kann erlernt und trainiert werden.

Unser Tipp für Projektmanagement-Fans: Agiles Projektmanagement ist seit geraumer Zeit ein wichtiges Thema. Flexibilität ist jedoch mehr als Agilität. Projektmanager müssen lernen, traditionelle und agile Methoden zur richtigen Zeit am richtigen Ort anzuwenden. Es geht um die Kombination von klassischem und agilen Projektmanagement, um das Beste aus zwei Welten herauszuholen. Genau das ist Hybrides Projektmanagement.

5. Kreativität

In Sachen Kreativität macht die künstliche Intelligenz erstaunliche Fortschritte. Der Deep Dream Generator zeigt, wie ein Algorithmus aus Bildern neue Kunstwerke entstehen lässt. Die Kreationen, die dabei entstehen, sind  äußerst psychedelisch und halluzinogen. Computer brauchen jedoch weiterhin unseren Input, um wirklich kreativ zu sein. Kreativität wird aus einer Bestenliste für Soft Skills deshalb nicht so schnell verschwinden. Ohne kreative Köpfe geht der treibende Wind in der Wirtschaft, nämlich Innovationen, verloren. Kreativitäts- und Innovationskraft ist jedoch nicht nur Aufgabe des Silicon Valley. Jeder von uns hat in seinem Rahmen und Kontext die Möglichkeit, kreativ zu sein. Ist kein Raum für Kreativität gegeben, müssen Strategien und Lösungen her, um diesen zu schaffen. Auch wenn dies bedeutet, sich etwas von den erfolgreichen Methoden und Techniken von „dort oben“ abzuschauen.

6. Konfliktkompetenz

Konflikte zwischen Menschen sind unvermeidbar. Besonders im Beruf kann Stress die Gemüter schnell hitzig werden lassen. Belastend wird es, wenn der Konflikt auf Arbeit uns auch zu Hause beschäftigt. Viele Konflikte beruhen jedoch auf Kommunikationsproblemen, wie Missverständnissen, Unsicherheiten und Fehleinschätzungen. Konfliktmanagement bringt Menschen wieder auf einen gemeinsamen Nenner. Wer sich mit Techniken der Konfliktlösung beschäftigt, lernt, Konflikte zu erkennen, zu bewältigen und sogar vor der Eskalation zu vermeiden. Übrigens: Wenn der Mensch im Mittelpunkt der „Arbeit 4.0“ steht, dann werden auch Konflikte immer häufiger. Konfliktkompetenz als Soft Skill ist wichtiger denn je.

7. Denk positiv

Die Arbeitsmoral vieler Menschen wird durch Probleme und Herausforderungen im Job lahm gelegt. Im Umgang mit Kunden, in einer monotonen Phase der Projektarbeit und im alltäglichen Tohuwabohu von Beruf und Privatleben kann es schon einmal schwierig sein, eine positive Denkweise beizubehalten. Negative Einflüsse auf uns sind eine Sache, die Art und Weise, wie wir mit ihnen umgehen, eine andere. Positives Denken hilft uns in allen Belangen des beruflichen Alltags. Vor allem aber: Positives Denken kann trainiert werden.

8. Teamfähigkeit

Drehten Außerirdische eine Doku über uns Menschen bei der Arbeit, würde diese höchstwahrscheinlich so beginnen: „Der arbeitende Mensch ist ein soziales Wesen, dem man in der Natur selten alleine begegnet.“ Einige Menschen finden jedoch nur schwer zueinander. Solche Teams brauchen etwas Hilfestellung. Die Teamfähigkeit zu fördern, beginnt mit Fragen, wie: Was wünschen sich Mitarbeiter? Wie können unterschiedliche Wünsche von Mitarbeitern in Einklang gebracht werden? Wie können sie zur Zusammenarbeit motiviert werden? Teamfähigkeit kann nicht einfach nur von den Mitarbeitern erwartet werden. Zusammenhalt erfordert Arbeit. Teams kann man bauen.

9. Selbstbewusstsein

Das gute an Soft Skills ist, dass sie sich auch im Privatleben bezahlbar machen. Egal wie selbstbewusst jemand ist – jeder von uns hat einen Bereich im Leben, in dem er oder sie weiche Knie bekommt. Manchmal kann man diese „Schwachstelle“ lange Zeit vermeiden. Oft holt sie uns jedoch ein. Viele Menschen haben mit ihrem Selbstbewusstsein zu kämpfen. Das hat große Einflüsse auf ihre Entscheidungsstärke, ihr Überzeugungsvermögen und im Beruf auf ihre Selbstvermarktungsfähigkeit. Selbstbewusstsein ist wichtig, damit wir authentisch und mit uns selbst im Einklang bleiben. Andernfalls verlieren wir unsere persönlichen und beruflichen Ziele aus dem Blick.

10. Vergesst nicht die Empathie

Weiblicher Coach und Coachee bei einem BeratungsgesprächLast but not least – Empathie spielt heute und am Arbeitsplatz der Zukunft eine immer wichtigere Rolle. Unter Empathie verstehen wir die Fähigkeit, uns in die Gefühle und Gedanken andere Menschen hineinzuversetzen. Wer in einem gefühlskalten Unternehmensklima gearbeitet hat, weiß, wie wichtig dieses Einfühlungsvermögen sein kann. „Empathie-Training“ klingt etwas bizarr, deshalb nennen wir an dieser Stelle kein weiteres Seminar. Empathie muss vorgelebt werden. Wir erlernen sie im Kontakt mit anderen Menschen. Wer jedoch glaubt, in der Wirtschaft würde es keinen Platz für Empathie geben, irrt sich. Das Mitgefühl für andere Menschen hat bei der Führung von Teams, in der Zusammenarbeit mit anderen Menschen und im Kontakt mit Kunden viele positive Effekte. Empathie stärkt und verbindet Menschen – allein das sollte als Argument reichen.

Soft Skills zu lernen, ist gar keine softe Sache

Soft Skills stehen im Herzen jedes Unternehmens. Es geht nicht immer darum, mehr und mehr zu machen, sondern auch darum, uns das Miteinander zu erleichtern. Dabei geben wir zwischenmenschlichen Fähigkeiten noch nicht genug Raum. Sozialkompetenzen erfordern, dass wir Zeit investieren, zuhören, dazulernen und uns gegenseitig führen. In dieser Hinsicht sind Soft Skills keine softe Sache. Beim IFM arbeiten wir täglich eng mit vielen Menschen zusammen. Wir finden: Erfolg wird von glücklichen Mitarbeitern gemacht. Soft Skills sind die Grundlage für Teams, die gerne gemeinsam etwas anpacken. Meinungen von Experten und Zukunftsforschern bestätigen das. Viele Berufe, die Hard Skills erfordern, werden in den nächsten Jahrzehnten verschwinden. Dafür werden andere wichtige Jobs und neue Berufsfelder entstehen. Alle Anzeichen sprechen dafür, dass Soft Skills in der Arbeitswelt wichtiger und wichtiger werden. Soft Skills machen uns glücklicher, motivierter und menschlicher. Deshalb unterstützen wir andere Menschen und Unternehmen mit unseren Seminaren und im Coaching dabei, auch etwas glücklicher, motivierter und menschlicher zu werden.



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